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Unsere Route

Samstag, 7. Juni 2014

zauberhaftes Laos - Luang Prabang

Seit 5 Tagen sind wir im Norden von Laos unterwegs. Von Hanoi sind wir direkt nach Luang Prabang geflogen. Laos erfüllt alle unsere Erwartungen. Luang Prabang ist eine alte Kaiserstadt und verfügt über eine große Anzahl an Klostern.

Luang Prabangs Altstadt auf der Mekonghalbinsel
Mönche überqueren am Abend eine Bambusbrücke
Tempel in Luang Prabang
Jeden Morgen ab 5 Uhr erklingen die spirituellen Trommeln aus den buddistischen Tempeln und ab 5.30 Uhr beginnen die Mönche ihren Almosengang durch die Innenstadt auf einer Halbinsel im Mekong. Buddistische Gläubige knien entlang der Straße und geben den Mönchen Almosen in Form von Reis, Bananen oder anderen Lebensmitteln. Jetzt in der Nebensaison sind nur wenige Touristen im Ort und so hat die Tradition des Almosengangs weniger das Flair eines Touristenspektakels, sondern ist wieder das was es immer war, eine religiöse Zeremonie.

Almosengang



Am zweiten Tag haben wir eines der für den Mekong typischen Langboote gechartert und haben uns den Mekong flußaufwärts shippern lassen. Ziel war die Pak Ou Höhle, die nur vom Wasser aus erreichbar ist. In der Höhle stehen hunderte Buddha Figuren im Halbdunkel. Wir waren an diesem Nachmittag die einzigen Besucher und so konnten wir die mystische Stimmung in der Höhle ganz in Ruhe genießen.

Mit dem Langboot auf dem Mekong
Begegnung am Fluss
Anlegestelle an der Pak Ou Höhle
Pak Ou Höhle in einer Felswand über dem Mekong
Sprituelle Stimmung


Eigentlich waren wir ja nach Luang Prabang gekommen um 3 Tage durch die Berge zu den dort lebenden Bergvölkern zu trekken. Allerdings sind wir seit über 5 Wochen bei 35 bis 40 Grad unterwegs und so war uns klar, dass 5-6 Stunden Trekking am Tag einfach nicht zu machen sind. Also haben wir uns vor Ort nach Alternativen umgesehen und uns für eine 2 Tagestour entschieden.

Am ersten Tag haben wir ein ganztägiges sogenanntes Mahouttraining in einem Elefantencamp absolviert. Ein einmaliges Erlebnis! Zunächst sind wir auf einem Elefanten eine Runde durch den Wald geritten. Das ganze auf einer der aufgeschnallten Holzbänke. Das kannten wir schon aus unserem Thailandurlaub.

Aufsteigen bitte!
Erste Runde mit Bank
Bhutan hatte unterwegs Hunger
Danach ging es richtig los. Wir lernten ein paar Elefantenkommandos und dann bekam jeder von uns einen Elefanten, setzten uns direkt auf den Nacken dieser fantastische Tiere und los ging es in den Wald. Auf den ersten Metern dachte ich, dass ich keine Chance habe diese Tour ohne einen 3 Metersturz zu meistern, da dass ganze sehr schaukelt und nichts da ist an dem man sich festhalten kann. Bergab stützt man sich direkt auf dem Kopf des Elefanten ab. Ansonsten kein Seil, kein gar nix. Diese unglaublichen Tiere merken aber wenn der Touri auf ihrem Rücken droht das Gleichgewicht zu verlieren und pressen das jeweilige Bein dann mit ihrem Ohr an den eigenen Körper. UNGLAUBLICH.

Nach der Tour durch den Dschungel sind wir dann mit den Elefanten direkt in den Mekong geritten. Da fing der Spaß dann richtig an.

Jetzt ging es los.
Ganz schön wackelig und nix zum festhalten.
Verdientes Bad im Mekong
Jetzt wird es nass
Wenn er sich schüttelt...
Bleibt keiner oben!
Mit dem Elefanten im Mekong.

Festhalten!
Es geht zurück.



Ein fantastischer Tag, der aber noch lange nicht zuende war.

Nach dem Elefantencamp ging es in ein Dorf der Hmong, wo wir eine Nacht im Homestay vor uns hatten. Eine Familie im Dorf vermietet eine der Hütten an Touristen, die Einnahmen kommen der Dorfgemeinschaft zu gute. Gemeinsam mit unseren Guides Wong unf Kum haben wir eine wackelige Bambusbrücke überqueert und sind im Dorf angekommen. Mitten im Dorf lag unsere Hütte, sehr einfach, nur eine Matratze auf dem Boden zum schlafen. Gekocht und gegessen wurde draußen auf der überdachten " Veranda". Dort haben wir gesessen und dem Leben im Dorf zugeschaut, vor allem natürlich den Kindern.

Brücke zum Dorf
Unser Homestay
Die Nachbarschaft
Dorfsupermarkt

Unsere Veranda
Ja, man kann auch ohne tausend Spielsachen spielen

Wer guckt denn da?

Öffentlicher Waschplatz
Technik hält Einzug.
Dressed to impress


Das Abendessen wird eingekauft
Geschlafen haben wir wirklich gut und sind mit dem ersten Hahnenschrei vor der Hütte aufgewacht. Frische Eier zum Frühstück, dann ging es zu Fuß weiter bis wir einen Nebenfluss des Mekong erreicht hatten. Dort bestiegen wir unsere Kanus.
An der Stelle, wo wir unsere Kanus bestiegen wartete ein neuer Teilnehmer unserer Tour auf uns. Ein Chinese! Mit 3 Kanus ging es los den Nebenfluss des Mekongs durch wunderschöne Natur, Berge und Wälder entlang. Laos ist wirklich noch ein Land mit viel Ursprünglichkeit. Entlang des Flusses viele Fischer in ihren kleinen Booten und grosse Reusenanlagen aus Bambus. Nach drei Stunden machte der Chinese mit angsterfüllten Gesicht und zitternden Beinen schlapp. Unsere Guides mussten eine Abholung des Kanunovizen aus einem Dorf am Ufer des Flusses organisieren. Wir hatten uns gerade erst warmgefahren. Der Chinese tat gut daran das Segel zu streichen, denn kaum waren wir wieder auf dem Fluss,  setzte monsunartiger Regen ein und ein schweres Gewitter mit Blitz und Donner zog über uns hinweg. Während wir uns durch ein paar Stromschnellen, die zum Glück nicht zu viel Wasser führten weiter flussabwärts kämpften. Am Ufer des Flusses lagen Wasserbüffel im Wasser und Reitelefanten wurden von ihren Mahouts im Wasser gebadet. Jetzt hatten wir unser Abenteuer.

Zu Fuß zum Fluss

Los gehts

Begegnung im Fluss

Dann kam der große Regen.
Nach eineinhalb Stunden Wasserschlacht kamen wir am Zielpunkt an, verluden die Kanus aufs Dach vom Auto und fuhren klitschnass zurück nach Luang Prabang in unser kleines My Dream Boutique Hotel.

Dort erwartete uns eine negative Überraschung. Unser Flug für Morgen Vormittag ist ersatzlos gestrichen. Alternativen gibt es keine. Air Lao halt. Derzeit haben wir keine Ahnung wie wir jetzt nach Pakse kommen. Fahren Morgen mal zum Flughafen und sehen wie es weiter geht.

Gruß

DölLi & DölLine

P.S. So heute am Flughafen die Auskunft erhalten, dass alle Flüge nach Pakse in den nächsten Tagen gestrichen sind. Nach ein paar ernsten Worten das Angebot heute nach Vientiane zu fliegen und Morgen von dort nach Pakse. Hotel in Vientiane wird bezahlt. Also OK, machen wir halt das. Wartezeit im Cafe mit Internet überbrückt, dann kann ich wenigstens den Blog schreiben ;-)

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