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Unsere Route

Donnerstag, 12. Juni 2014

Don Det - aus der Zeit gefallen

Etwas eigenartig ist es schon, dass ich mich an einem Ort wie diesem ins Internet einloggen kann.  Ganz im Süden von Laos, nahe der kambodschanischen Grenze erreicht der Mekong seine maximale Breite. In seiner Mitte erheben sich unzählige kleine Inseln. Das Gebiet wird 4000 Islands genannt. Eine der kleinen Inseln mitten im Mekong ist Don Det. Erst seit 2008 ist Don Det an ein Stromnetz angeschlossen, aber seit vielen Jahren schon finden sich internationale Aussteiger auf Zeit hier ein, um die Zeit zu vergessen. Bisher gibt es nur sehr einfache Hütten als Unterkunft, keine geteerten Straßen, auf den handgeschriebene Tafeln vor den Restaurants steht "Green Weed" gleich unter der Nudelsuppe und Shakes gibt es auch in einer etwas teureren "Happy"-Version. Aus den Lautsprechern klingt Led Zeppelin und Janis Joplin, vorausgesetzt der Strom ist nicht gerade ausgefallen, was ungefähr 10 mal am Tag passiert.

Ankunft auf Don Det
Hauptverkehrsstraße auf Don Det
Paradise 2 ? Vielleicht ein bißchen.
Don Det Motorway
 
Unterwegs auf Don Det.

Reisfelder auf Don Det

Jetzt zu Beginn der Monsunzeit schüttet es jeden Nachmittag aus vollen Kübeln und die Wege verwandeln sich in Schlammpfade.

Das wir es hierher geschafft haben stand ja auf der Kippe, da alle Flüge von Luang Prabang nach Pakse mangels Passagiere kurzerhand gestrichen wurden. Wir mussten zunächst nach Vientiane, Air Lao hat das Hotel bezahlt und so haben wir uns halt einen Abend in der Hauptstadt von Laos umgesehen bevor es am nächsten Morgen dann nach Pakse ging. Von dort sind es 150km bis zum Fähranleger nach Don Det. Wir kamen Morgens um 7.45 Uhr am Flughafen in Pakse an, haben uns auf gut Glück in die Innenstadt fahren lassen, sind ins nächste Travellerbüro wegen einem Transfer nach Don Det und siehe da, der Bus stand abfahrbereit vor der Türe. Na dann einsteigen und los.

3 Stunden später standen wir am Ufer des Mekong, unsere Rucksäcke wurden in ein Langboot geworfen und wir saßen mit ein paar anderen im Boot und wurden nach Don Det übergesetzt. Mittags bei 35 Grad musste erst mal ein Unterkunft her. Für 3$ die Nacht haben wir einen der besseren Bungalows genommen. "Besser" heißt in diesem Fall, das Dach schien einigermaßen dicht, es gab fließend Wasser und ein Bett. Am Nachmittag haben wir uns dann für 1$ Fahrräder gemietet und die Insel umrundet. Dabei sind uns dann die "Luxushütten" des Don Det Guesthouse aufgefallen, die hatten sogar Fenster und eine kleine Veranda mit Hängematte, Restaurant gleich davor. Mit 10 $ die Nacht zwar 3 mal so teuer, egal bei den Preisen ist dreimal so teuer immer noch billig. Am nächsten Tag sind wir hierher gezogen.

Am nächsten Morgen haben wir uns mit Mr. Mo Adventures und einer bunt gewürfelten Bachpackertruppe mit Kajaks den Mekong runtergestürzt, was sehr lustig war, weil die Strömung an manchen Stellen sehr schnell wurde und man im Kanu allerhand arbeiten musste um nicht in den Büschen oder auf den Steinen zu landen. Es hat die Anderen erwischt, unsere Kajakskills sind mittlerweile semiprofessionell ;-)).

Diese Fahrräder sind für asiatische Frauen gebaut.
Baden im Mekong? Aufpassen wegen der Strömung.
Mit Hut gelingts.
 Auch hier wird gespielt.

Wir waren an den Liphi Wasserfällen und an den größten Wasserfällen Südost-Asiens , den Khone Phapheng Fällen. Beide Wasserfälle machten den französischen Kolonialtraum einer schiffbaren Wasserstraße von China bis ans südchinesische Meer zu nichte und verhindern bis heute das Waren auf großen Booten den Mekong entlang verfrachtet werden können.

Gewitter über den Khone Phapheng Fällen
Fischer an den Liphi Fällen.
Oder mit dem Wurfnetz.
Khone Phapheng
Den Rest der Zeit haben wir vergammelt, lauschen dem Regen, trinken ein paar kühle Beerlao, schaukeln in der Hängematte und überlegen, ob wir wirklich schon nach hause kommen sollen. Dann müssten wir uns nämlich Morgen zuerst in ein Boot, dann in einen Bus setzen und zurück nach Kambodscha fahren. Wenn alles funktioniert wäre man dann in 8 - 12 Stunden in Siem Reap von wo am Sonntag unser Flieger geht.

Abends wird es ruhig auf Don Det.
Sonnenuntergang am Mekong.
Lieblingsbeschäftigung

Don Det Guesthouse.
Wir werden sehen.

Gruß DölLi & DölLine


1 Kommentar:

  1. ...ja, ihr werdet sehen....
    ich wünsche weitere kostbare momente, saugt sie auf und verinnerlicht, wie reich ihr seid... ich freu mich so sehr für und mit euch. ihr habt eure träume wahr werden lassen. so genial!!!!
    drück euch und freu mich euch wiederzusehen, egal wann und wo, ich komm auch nach don det ;-)
    melanie

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