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Montag, 26. Mai 2014

Vietnam - Saigon und das Mekong Delta

Nachdem uns Kambodscha begeistert hatte sind wir mit dem Flugzeug weiter nach Saigon, der größten Stadt Vietnams. "Asien für Fortgeschrittene" würde ich sagen. Die Stadt heißt ja heute HoChiMinh City und tatsächlich ist mit dem Namen Saigon wohl auch alles verschwunden was der Kolonialromantiker mit dem Namen verbindet. Heute ist die Stadt eine typisch asiatische Megacity. Für einen Deutschen eine große Herausforderung, wollen sich die Einheimischen doch einfach nicht an die Verkehrsregeln halten. Ich sehe hier vor meinem geistigen Auge einen deutschen Rentner mit Notizblock am offenen Fenster sitzen und die bösen Verkehrsraudis aufschreiben um sie der Polizei zu melden. ;-))


Meiner Mutter allerdings würde ich einen Umzug nach Saigon empfehlen, denn jeden Abend mitten in der Innenstadt in einem Park gibt es das zum mitmachen und bestaunen:


Na, da muss sich die Neuenberger Gymnastiktruppe aber anstrengen. ;-)

Wir haben uns zwei Tage durchs Getümmel geschlagen, gut und billig gegessen und uns am liebsten in eine Bar gesetzt und dem wahnwitzigen Treiben zugesehen.

"Grün - das Rennen beginnt.
Verwirrendes Saigon

Bei der Fracht wollen wir die Überladung mal verzeihen.

Deutsche Elektriker dringend gesucht.
Die Vietnamesen sind so stolz darauf, dass sie ihren Staat als neuen Tigerstaat so rasend schnell entwickeln, die Bevölkerung wächst und das private Einkommen steigt. Dem Götzen Geld wird so gnadenlos nachgeeifert. Jeder der ein bißchen was im Moloch Saigon verdient schaut abschätzig auf die eigenen Landsleute im Mekongdelta oder gar die Menschen im benachbarten Kambodscha. "They are so poor".

Wirklich? Schau dich doch mal um! Du sitzt abends vielleicht vor deinem neuen Fernseher in deinem winzigen, lauten Zimmer, vor deiner Tür 24 Stunden Lärm und Gestank. Und wie leben die "Armen" im Delta oder auf dem Land in Kambodscha?

Das wollten wir sehen und sind für 2 Tage ins Delta gefahren. Übernachtung im Homestay bei einer Familie. Also ganz einfache Unterkunft, quasi mit Familienanschluss.

Und siehe da, so arm sind sie gar nicht. OK, Geld gibt es nicht viel, die Häuser sind einfach, aus Holz und teilweise offen, der Fernseher alt. Aber die Menschen atmen 24 Stunden frische Luft, nachts ist es wunderbar still, der ganze Garten hängt voller gesundem Obst und Gemüse, sie leben zusammen in der Großfamilie, jeder hilft jedem und manchmal lächeln sie sogar.

Kokosnusstransport auf dem Mekong
Verladestelle
Weiter ging es mit dem Fahrrad durch Ban Tre

Homestay erreicht.
Morgennebel im Delta
Morgenspaziergang
Mir scheint arm ist nur der, der sich der Gier nach Geld und sogenanntem Wohlstand verschrieben hat aber keine Chance hat genug davon zu verdienen und nicht der, der mit sehr wenig Geld und schwerer Arbeit in intakter Struktur und gesundem Umfeld, ohne den ständigen Gestank und Lärm lebt. Das wird dir gerade in Asien aber weder die eine noch die andere Gruppe glauben. Noch nicht.

Lustig wurde es, als wir versuchen sollten mit einer Schlinge aus Kokosfasern um die Füße eine Kokospalme zu erklettern. Bei uns sieht es eher so aus als wären wir der Vereinigung der "Treehugger" beigetreten.

So sollte es aussehen.
Tja, also ...
Every Day, hug a tree!
Nach einem köstlichen Abendessen mit selbstgemachten Shrimppancakes und aufregender Nacht in der einfachen Holzhütte ging es am nächsten Morgen mit dem Boot zu einem lokalen Markt. Auf asiatischen Märkten sollte man allzu viel Mitgefühl mit Tieren am besten am Eingang ablegen, sonst wird es hart.

Im Delta unterwegs.
Kermits letzter Auftritt!
Was, ich soll das essen?
Süßes Tofu, lecker!
Zwischenzeitlich sind wir wieder in Saigon und reisen heute weiter noch Hoi An und Hue, den alten Königsstädten Vietnams.

Viele Grüße

DölLi & DölLine

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