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Mittwoch, 28. Mai 2014

Stadt der Lichter - Hoi An

Mit dem Flugzeug sind wir eine Stunde von Saigon nach Danang geflogen und von dort weiter nach Hoi An gefahren. Hoi An war einst einer der wichtigsten Handelshäfen Ostasiens. Es hat eine Jahrhunderte währende Handelstradition und so ist die Stadt auch heute noch einer der besten Plätze Vietnams, um sich Klamoten auf den Leib schneidern zu lassen, Lederwaren zu kaufen oder Alles was das Herz des Reisenden sonst noch so begehren mag.

Wir waren vom ersten Moment an begeistert. Die Altstadt von Hoi An ist komplett erhalten und mit Mitteln der UNESCO wurden vielen der mehrere hundert Jahre alten Handelshäuser restauriert. Die ganze Altstadt ist asienuntypisch für den motorisierten Verkehr gesperrt, so dass man in Ruhe radeln oder spazieren kann.

Fluß durch Hoi An
Mit dem Fahrrad durch die Altstadt



In die alten Häuser sind Bars, Restaurants, Galerien und Shops eingezogen und verwandeln die ganze Stadt in einen Marktplatz, wobei hier die Mischung aus Kommerz, Kultur und Tradition überaus gelungen ist. Es ist ein Erlebnis hier durch die Gassen zu schlendern. In den Shops fast ausschließlich sehr geschmackvolle Handwerkskunst und wenig des sonst so typischen Asienramsches. Besonders die bunten Laternen, für die die Stadt sehr bekannt ist, sorgen dafür das abends alles in ein wunderbares Licht getaucht wird.

Laternenmädchen in Hoi An

Transzendent
Hoi Ans Laternen
Besonders schön ist, dass es in Hoi An noch viel Traditionelles zu entdecken gibt. Unweit der Altstadt gibt es Märkte auf denen die Einheimischen ihren täglichen Einkauf erledigen, über den Fluß fahren kann man mit kleinen Booten und Fischer legen hier noch ihre Netze aus.

Alte Tradition
Fährmann, warten auf Kundschaft



Hoi An Markt

Fischer
Fischerboote
Der einzige "Nachteil" von Hoi An ist, dass es einfach unmöglich ist hier nicht in einen regelrechten Shoppingrausch zu verfallen. Ich bin sicher, wenn ich nicht noch ein paar Wochen mit dem Rucksack durch Asien reisen müsste, so wäre ich hier mit 20 kg Übergepäck abgereist.

Am ersten Abend landeten wir durch Zufall im Restaurant des Mr. Phong. Mr. Phong legte uns außer einem leckeren Essen auch noch mehrere abgegriffene Notizblöcke auf den Tisch, indem sich Gäste aus aller Welt dafür bedankten, dass ihnen Mr. Phong das wahre Vietnam gezeigt hätte und sie von ihm viel zur Geschichte des Landes gelernt hätten. Und so kam es, dass wir am nächsten Morgen auf einem Moped hinter dem vorausfahrenden, alten Vietkong-Kämpfer Mr. Phong herknatterten. Es ging in Mr. Phongs Heimatdorf. In der Wohnstube von Mr. Phong erhielten wir dann einen Abriß zur Geschichte Vietnams und er erzählte uns wie im Krieg der Riss zwischen den Kommunisten im Norden und den prowestlichen Südvietnamesen durch Familien ging, Brüder auf Brüder schossen und zeigte uns später im Dorf noch die Stellungen an welchen Geschütze, die über den Fluss kommenden Amerikaner unter Feuer nahmen. In so manchen alten Haus im Dorf waren noch Einschusslöcher zu sehen. Sehr anschaulich! Mr. Phong zeigte uns das ganze Dorf und wie die Menschen im heutigen ländlichen Vietnam leben, seinen Familientempel, den örtlichen Markt und vieles mehr. Zum Abschluß bekochte uns Mrs. Phong noch mit einem typisch, vietnamesischen Allerlei. Danach knatterten wir mit unserem Moped zurück nach Hoi An.

DölLine, Vietkong Kämpfer Phong und sein 94jähriger Onkel
vietnamesische Landküche
Familientempel der Phongs
Marktfrau mit Gänsen
Räucherstäbchen Manufaktur
Auch am zweiten Abend zog uns die Altstadt mit ihren Lichtern wieder in ihren Bann und was soll ich sagen, zwei der bunten Stofflaternen und ein neuer Hut ergänzen fortan unser Reisegepäck.

Steht ihr aber gut, der Hut ;-)
Zwei wunderschöne Tage in Hoi An gehen zu Ende.

Ein paar Worte noch zu unserer Unterkunft. Wir haben uns ein Zimmer im MY House Homestay genommen, also einer Kleinstpension, in welcher die ganze Familie ihr Bestes gibt, den Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Fahrräder konnten wir umsonst jederzeit nutzen und damit in die Altstadt radeln. Wir brauchten einen Motorscooter, 5 Minuten später stand er vorm Haus. Wir fragten nach einem private Transfer nach Hue, 5 Minuten später war er zu einem wirklich guten Preis organisiert. Es sei Jedem nur wärmstens empfohlen, wenn er durch Asien reist den Mut aufzubringen nicht im Hotel abzusteigen, sondern in einem der privaten Homestays mit Familienanschluss zu übernachten. Wir fanden es sehr schön!

Jetzt wird gepackt unser private Transfer kommt in einer Stunde. Es geht weiter nach Hue.

Liebe Grüße
DölLi & DölLine

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