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Mittwoch, 21. Mai 2014

Kambodscha - Mystisches Angkor Wat

Faszinierend! Kambodscha hat uns sofort gefangen genommen. Im Vorhinein hatte ich so meine Bedenken, 3 Mio. Besucher im Jahr zählt Angkor Wat mittlerweile. Ich befürchtete eine Art "Tempel-Disneyland". Aber das ganze Gegenteil ist eingetreten, Angkor Wat ist faszinierend, die Tempel einfach unglaublich. Auch wenn wir in der heißen Trockenzeit hier sind, bei fast 40 Grad den einen oder anderen Tempel durchstreifen, so sind es doch unbeschreibliche Eindrücke. Was hier vor vielen hundert Jahren entstanden ist, gehört zweifellos zum Eindrucksvollsten was die Menschheit je erschaffen hat. Unglaublich was die Khmer Baumeister hier erdacht haben, unglaublich wie sich die Natur die zerfallenen Monumente zurück erorbert hatte und umglaublich was die internationalen Restauratoren zu leisten haben um die alte Pracht wieder erahnen zu können.

Dabei ist es faszinierend, dass man das Ganze hautnah erleben kann, wenige Absperrungen begrenzen den Entdeckergeist und bei der Größe von 400km2 findet man ruhige, wunderschöne Ecken. Wenn man dann morgens oder am späten Nachmitag das Glück hat, dass das Licht die alte Pracht richtig insziniert, dann ist es ein magischer Moment.

Das Alles in einen Land, mit unglaublich freudlichen Menschen. Kambodscha ist so, wie Asien sein sollte, faszinierend!

Und damit kommen wir zu einem echten Problem. 1200 Bilder in 3 Tagen, nachdem alles gelöscht wurde was nicht 100% war, verbleiben noch 800. Was davon soll ich euch zeigen, um die Schönheit ausreichend wieder zu geben?

Wir fangen einfach mal an.

Nachdem unsere Anreise sich wesentlich schwieriger gestaltete als gedacht. (Statt planmäßiger Reisezeit von 3 Stunden von Langkawi nach Siem Reap, wurden es dank gestrichenem Direktflug von KL fast 10 Stunden über KL und Bangkok.) Aber schon der Anflug bei Dunkelheit war verheißungsvoll, weit weniger Lichter im ganzen Land waren vom Flugzeug aus zu erkennen, als man das sonst so erlebt. Auf der Fahrt vom Flughafen zum Hotel in Siem Reap war dann schon klar, das wir jetzt angekommen sind im "richtigen" Asien. Auf 1000 Mopeds kommt ein Auto.

In Deutschland braucht man dafür einen Bus
Und dafür eine gute Versicherung
Jeder fährt wo gerade Platz ist.
Durch enge Gasse ging es zu unserem kleinen Boutique Hotel Mulberry. Eine kleine, ruhige Oase im Trubel der Altstadt. Ein kühles Bier und eine Zigarette und die Reisestrapaze war vergessen.

Das Mulberry, Oase der Ruhe.
Noch schnell ein Transport für den nächsten Morgen organisiert, schließlich wollten wir am nächsten Morgen um 5 Uhr zum Sonnenaufgang über Angkor Wat zur Stellen sein.

4.15 Uhr, der Wecker klingelt. Ab 4.30 Uhr werden schon Tickets verkauft. 3 Tagesticket für alle Anlagen des Großraum Angkor für 40$ gekauft und pünktlich um 5.00 Uhr hatte ich mein Stativ vor Angkor Wat aufgebaut.

magisch
Angkor Wat bei Sonnenaufgang
Den ganzen Tag waren wir auf dem kleinen Circuit unterwegs, Angkor Wat, Angkor Thom mit dem Bayon, den Elefantenterassen, dem Tempel des Leprakönigs, dem Tomb Raider Tempel Ta Prohm und viele andere. Zum Sonnenuntergang ging es dann auf einen Hügel um zu sehen wie die untergehende Sonne den Angkor Wat Tempel ins beste Licht setzt. Ich müßte hier eigentlich auf Dutzenden Seiten versuchen die Fazination jedes einzelnen Tempels zu schreiben, aber es würde dennoch nicht reichen um ein ausreichendes Bild zu vermitteln. Lassen wir doch lieber ein paar Bilder sprechen.

Majestätischer Bayon
Die 1000 Gesichter des Bayon.

Westtor Angkor Thom

Geschichte hautnah.
Ein bißchen kitschig aber schön
Lassen Die uns rein?
Tempelaffe mit Baby
Warten auf die Fahrgäste, Alltag für Tuktuk Fahrer

Angkor Wat
Besonders Ta Prohm bietet umbeschreibliche Motive und fasziniert durch die Art wie die Natur hier in hunderten von Jahren Ihre Wurzeln tief ins Mauerwerk hat dringen lassen. Lara Croft lässt grüßen.

Die Wurzelwerke des Ta Prohm
Wie lang der wohl brauchte um auf dem Dach zu wachsen?
Tempelglück


Es sind insbesondere die ruhigen Momente und der Blick auf die Details die immer wieder faszinieren.

Junge in den Gängen von Angkor Wat
Tempel des Leprakönigs
Wand im Angkor Wat
Gesichter der Vergangenheit

Stille Minute

Angkor Wat im Licht der untergehenden Sonne.
Am nächsten Tag ging es um 7.00 Uhr mit dem Tuktuk los, Ziel war die 40 km entfernte Schlucht der 1000 Lingas und das der Tempel der Frauen Banteay Srei.
Ein guter Tuktuk Fahrer ist wichtig.
Gemütlich so ein Tuktuk.
Ladytempel Bantheay Srei

In Stein gehauene Wächter.

Die Fahrt ging durch das ländliche Kambodscha, leider waren die Reisfelder wegen der Trockenzeit nicht mit Wasser gefüllt, aber auch so waren die Eindrücke von Land und Leuten wunderbar. Was auffällt, ist, das muss man wirklich sagen, die Schönheit der Menschen. Wobei die Kinder hier der absolute Knaller sind und das obwohl die meisten von Ihnen schon früh ihren Teil zum Familienverdienst beitragen müssen. "Hallo Mister, 10 (Postkarten) for One Dollar" oder "Hallo Lady, do you want to buy something, my name is Lee, my shop is number 5" Manchmal bricht es einem wirklich das Herz, nicht überall was kaufen zu können.

One Dollar, Mister?
Ten for One, Lady?
Aber auf der anderen Seite haben wir selten so viele lachende und glückliche Kinder gesehen wir hier. Wo sieht man in Deutschland Kinder noch so spielen?

Kindheit als Abenteuer.
Platsch!
Spaß

Am Nachmittag wartete dann noch ein echtes Highlight auf uns. Der Tempel Preah Khan ist für uns vieleicht der schönste von allen. Nur zum Teil restauriert liegt er nicht ganz so im Fokus wie die Haupttempel Angkors uns ist vielleicht gerade deshalb noch ein bißchen verschwiegener, geheimnisvoller als die Anderen. Wunderschön am Nachmitag, wenn die Sonne schräg durch die Gänge blitzt.

Tor zum Preah Khan





Gut beschirmt im Dschungeltempel
Tempeltänzerin
Lara wer?
Im Tempel werden wir beobachtet. Genau hinschauen!


Heute sind wir dann mit unserem Tuktuk-Driver an den Tonle Sap See gefahren. Eine Reise wie auf einen anderen Planeten. Der Tonle Sap, Südostasiens größter Binnensee, hat schon in der wasserreichen Regenzeit nur eine sehr geringe Wassertiefe. Jetzt in der Trockenzeit ziehen sich die Ufer noch mehrere Kilometer zurück. Wir bestiegen einen alten, großen Holzkahn. Gesteuert wurde er von einem vielleicht 14 Jährigen als Kapitän unterstützt von einem vielleicht 8 Jährigen der das Boot in den engen Wasserstraßen mit einer langen Holzstange immer wieder in die richtige Richtung brachte. Unglaublich, hier leben tausende Menschen in einem riesigen Dorf in Häusern auf hohen Stelzen im Wasser. Der urtühmliche Außenborder unseres Bootes pflügte durch ein Metallgestänge geschützt durch den Schlamm des zum Teil nur wenige Zentimeter hohen Wasserstandes. Das Ganze mutete an wie ein Szene aus Mad Max. Ich bin sicher die beiden Jungs haben in ihrem Leben schon weit mehr körperlich gearbeitet als ich mit meinen 45 Jahren. Wir hatten ein Bier in einem kleinen, schwimmenden Restaurant auf dem Tonle Sap, dann ging es 1 Stunde wieder zurück durch das schlammige Labyrinth.

Labyrinth aus Wasser, Schlamm und Holzpfählen
Fischreusen
Fußwege im Tonle Sap

Bei Niedrigwasser muss geschoben werden

Das Leben kann hart sein
Schwimmendes Heim
Tonle Sap
Und in dem ganzen Chaos aus Wasser und Schlamm sind sie dann plötzlich wieder da, diese Augen.

Kinderaugen

Auf dem Rückweg vom Tonle Sap haben wir an der abgelegenen Roulos Gruppe halt gemacht.

Roulos Tempel
Heute Abend entspannen wir nach 3 faszinierenden Tagen ein bißchen am Pool des Mulberry und werden dann auf den Night Market gehen, um in einen der vielen Khmer Küchen noch eine leckere Suppe zu essen.

Morgen geht es dann schon weiter, mit dem Flieger nach Saigon und wir hoffen, dass uns Vietnam mit dem Mekong Delta genauso begeistern wird wie dies Kambodscha getan hat.


Liebe Grüße
DölLi & DölLine

1 Kommentar:

  1. Hallo ihr Beiden,

    nur ein Satz an dieser Stelle: Das sind unglaublich, aufregende Bilder und wir freuen uns auf eine besonders intensive Beschreibung Dieser, bei der Dia-Vorstellung in Deutschland!

    Viele Grüße aus der derzeit sonnigen Rhön

    Jeanette und Timo

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