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Unsere Route

Freitag, 4. April 2014

finishing Neuseeland

Nach 6500km haben wir Dixi in Christchurch wieder abgegeben, und in einem Flughafenhotel eingecheckt und werden Neuseeland Morgen Richtung Fidschi verlassen. Die letzte Woche sind wir zunächst vom Fjordland zum Ende der Route 1 gefahren, sodass wir nun auch sagen können von Cape Reinga bis Bluff haben wir Neuseeland befahren, vom nördlichsten bis zum südlichsten befahrbaren Punkt.

Bluff, Ende der Route 1 erreicht.
Eigentlich hatten wir vor von Bluff nach Steward Island überzusetzen. Nach unseren bisherigen Erfahrungen schien aber die eingeplanten 2 Tage für Stewerd Island reichlich kurz, sodass wir uns stattdessen entschieden haben nördlich von Christchurch in Kaikoura vorbei zu schauen, da man hier außergewöhnlich gute Chancen hat bei einem Walwatching auch tatsächlich ein paar der Riesen zu sehen.

Zunächst ging es jedoch entlang der Südküste durch die Catlins. Die ganze Küste ist sehr rau und windgepeitscht. Schafweiden reichen direkt bis an den Küstenstreifen, sodass ein bißchen der Wildheit der Küste auch auf die Schafweiden abfärbt, die hier irgendwie grüner, wilder und schöner aussehen als im Rest des Landes.

Wilde Küste in den Catlins
Wind um die Nase, Sonne im Gemüt.
Schafe, nix als Schafe in den Catlins
Dabei haben wir dann auch dem tatsächlich südlichsten Punkt (nicht per Fahrzeug zu erreichen), dem Slopepoint, einen Besuch abgestattet. Jetzt können wir sagen, sowohl in Südamerika, als auch in Neuseeland am jeweils südlichsten Punkt des Festlandes gewesen zu sein.

Südlicher geht in Neuseeland nicht.
Am östlichen Ende der Catlins liegt die Stadt Dunedin mit der vorgelagerten Otego Halbinsel, die für ihre reiche Tierwelt bekannt ist. Zunächst wollten wir eine Kolonie von Königsalbatrossen besuchen. Das entpuppte sich aber als neuseeländischer Witz, hatten die doch die Kolonie abgeriegelt und wollten 40$ Eintritt per Person. Als wir nachfragten, was es für die 40$ denn zu sehen gibt, sagten die doch sage und schreibe 4 Vögel, wovon 2 gerade nicht da wären. Das war dann selbst für NZL kein akzeptables Preis-Leistungsverhältnis mehr. Die Vögel mussten also ohne uns auskommen. Ich hatte gelesen, dass auf abgelegenen Stränden der Otego Halbinsel gerne neuseeländische Seelöwen eine Pause einlegen. Das wäre doch mal was. Bisher hatten wir immer nur die häufigeren Seebären ( Fur Seals) vor der Kamera gehabt. Auf gut Glück wählten wir den abgelegensten Strand der Halbinsel, quälten Dixi ein paar km über Schotter und erreichten den Strand, stellten das Auto ab und folgten einem Pfad durch die Dünen. Kurz vor dem Strand ging es plötzlich nicht weiter:

Ihr kommt hier nicht vorbei.
Der Junge hatte bestimmt 200kg. Da geht man nicht einfach dran vorbei.

Schließlich lies er uns dann doch passieren und am Strand fanden sich noch ein paar andere Seelöwen ein, darunter ein sehr ungewöhnliches Exemplar. Sein Fell war am ganzen Körper extrem lang. Ich habe lange im Internet recherchiert, ob es sich um eine andere Art handelt. Muss aber doch auch ein Seelöwe sein.

Unter Protest wird der Weg geräumt.
Strandzutritt gewährt
Vorsichtige Annäherung
Seelöwe 2 Nummern kleiner als der Wächter
Der "Haarige" mit Kumpel
DöLine und der Haarige
Weiter ging es an der Ostküste nach Oamaru. Das Städchen erlebte Mitte des 19 Jh. Einen Goldboom, war zur damaligen Zeit so groß wie das damalige Los Angeles und das viele Geld sorgte für reichliche schöne Bebauung. Der Goldboom war schnell vorbei, das Örtchen viel in einen Dornröschenschlaf, aus dem es erst in den letzten Jahren wegen das aufkommenden Ökotourismus wieder erwacht. In alten Prunkgebäuden am Hafen hat sich viel Kleinkunst niedergelassen. Galerien, Cafés und Kourioses wird mit viel Charme dargeboten.

Allerlei Eigentümliches in Oamaru

Irgendwie gruselig
Oamaru Hafenviertel
Die Touristen kommen aber vor allem wegen der vielen Pinguine. So gibt es hier Kolonien der blauen Zwergpinguine und der sehr seltenen Gelbaugenpinguine. Allerdings schon wieder kommerziell präsentiert und das machen wir bekanntlich ja nicht mit. Also streiften mir Morgens im Nebel über die alte Pieranlage und siehe da, wer uns entgegen kam. Ein Gelbaugenpinguin! Dazu noch jede Menge Seebären.

Der einsame Wanderer im Nebel
Entpuppt sich als Gelbaugenpinguin
Seebär auf der Hafenmole
Seeschwalben
Da es an diesem Tag an der Küste nicht richtig hell werden wollte, wir wissen nun, warum die Maori die Südinsel das Land der großen weißen Wolke nannten, entschlossen wir uns landeinwärts zu den hohen Bergen des Mount Cook Nationalparks zu fahren. Und siehe da, hier zeigte sich die Sonne. Der Mount Cook mit fast 3800 Metern der höchste Berg des Landes bietet mit den anderen 3000dern um ihn herum einen tollen Anblick. Wir sind dort zum Gletschersee des Tasman Gletscher gewandert.

grandioser Mount Cook
Auf Tour im Mt.Cook Nationalpark
Tasman Gletschersee
Kleine Eisberge
Cooles Posing vor kalter Kulisse
Am nächsten Tag ging es wieder Richtung Ostküste,  schließlich hatten wir noch eine Verabredung mit den Walen von Kaikoura. Leider mussten wir feststellen dass die große weiße Wolke die Küste noch immer fest im Griff hatte. Unsere Waltour ließ also wegen des fehlenden Lichts keine spektakulären Fotos erwarten. Die Wale wollten wir uns trotzdem nicht entgehen lassen. Aus den vielen Walen wurde dann tatsächlich Einer, aber immerhin, ein 18 Meter langer Pottwal. Da dieser uns beim Abtauchen sich auch noch weigerte seine Schwanzflosse fotogen gen Himmel zu recken,  ist das Bildmaterial vom Wal tatsächlich recht dürftig.  Dafür legten sich seine kleineren Verwandten schwer ins Zeug. Eine große Gruppe von über 100 Delfinen schwamm eine Weile mit unserem Boot, wobei sie sich äußerst sprungfreudig zeigten. So war die Waltour doch noch ein Erlebnis.

Zwischenstop bei den Mouriaki Boulders
Ob ihrs glaubt oder nicht, das ist ein Pottwal
Fliegende Delfine
Den letzten Tag haben wir schon in der Nähe von Christchurch auf der vorgelagerten Banks Peninsula verbracht. Die Halbinsel hat uns sehr überrascht.  Wunderschöne, ruhige Landschaft, tolle Straßen auf der Höhe des ehehmaligen Kraterrandes und gemütliche, kleine Örtchen mit französischem Flair.  In Akaroa haben wir an unserem letzten richtigen Neuseelandabend lecker gegessen und den Campervan dann zur Nacht direkt ans Wasser des kleinen Hafenbeckens gestellt. Ein schöner Abschluss.

Idylle auf der Banks Halbinsel
Unterwegs auf der alten Kraterstraße
Jetzt haben wir schon über die Hälfte unserer Weltreise hinter uns. Neuseeland hatte wirklich einige Highlights zu bieten, insbesondere Auckland, die großen Strände der Nordinsel, der Abel Tasman Nationalpark und das Fjordland der Südinsel sowie die tollen Tiere an allen Küsten sind wunderschön. Das Fahren durch Neuseeland ist jedoch bis zum letzten Tag recht langweilig geblieben, da das gesamte Land als Farmland komplett zersiedelt ist. Fazit: nicht aufregend, aber schön.

Jetzt freuen wir uns auf Fidschi und insbesonders die Exotik Ostasiens.

Gruss DölLi + DölLine

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