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Donnerstag, 20. März 2014

windy Wellington - Abschied von der Nordinsel

Wir waren unserem Reiseplan 2 Tage voraus. Da das Fährticket vorab gebucht war, hatten wir jetzt also 2 Tage mehr Zeit das südliche Ende der Nordinsel mit der Hauptstadt Wellington etwas ausführlicher kennen zu lernen als eigentlich geplant. Aber wie so oft sind es ja die ungeplanten Dinge, die sich dann als die besonders schönen heraus stellen. Zunächst sind wir vom Mt. Taranaki die Westküste weiter Richtung Süden gefahren. Dabei ging es über eine Straße die sich Forgotten Highway nennt und tatsächlich kam erstmals in Neuseeland das Gefühl auf sich etwas aus dem Hauptstrom der Reisewege zu lösen. DIXI musste dabei auch 50km auf Schotter zurück legen, was sie ohne Murren erledigt hat. Entlang der Kapiti Coast ging es dann Richtung Wellington. Vor der Küste liegt das Vogelschutzgebiet Kapiti Island und so sind auch an der Küste die Strände voller Seevögel. Auf die Insel konnten wir nicht, da für die nächsten beiden Tage Sturm angekündigt war, aber auch auf der Festlandseite war bei einem Strandspaziergang viel zu sehen.

Seeschwalben an der Kapiti Coast

Da wir keine 3 Tage in Wellington bleiben wollten, war jetzt also die Frage, was machen wir mit der Zeit? Ein Blick auf die Karte und dort ostlich von Wellington,  am südlichsten Punkt der Nordinsel, Cape Palliser, war ein kleiner Hinweis zu finden: "Fur Seal Collony". Also warum nicht nach Cape Palliser fahren? Da bisher in Neuseeland außer den großen Stränden alles schöne mit recht happigen Eintrittspreisen gesegnet war, hatte ich hinsichtlich der Robbenkolonie auch nicht allzu viel Hoffnung. Aber es sollte anders kommen. Schon die Fahrt zum Cape war anders als die bisherigen Strecken in Neuseeland. Sehr wenig Verkehr, teils über Schotter und wenig Farmgebäude. Um so näher wir dem Cape Palliser kamen, um so uriger wurden die kleinen Ortschaften. Offenbar eine Gegend für Aussteiger. Als wir uns dem Leuchtturm am Cape näherten tauchte dann plötzlich im Wasser der erste schwarze Schatten auf. Nochmal genau gucken, ohne Zweifel eine Robbe. Und um jede Kurve wurde es besser, ein ganzer Küstenabschnitt voller Robben. Dabei sehr viele Jungtiere, die in den natürlichen, von den Felsen gebildeten Pools herumtollten. Insgesamt hunderte Tiere, denen man sich vorsichtig nähern konnte. So bei 5 Meter Abstand zeigten die großen Tiere dann deutlich, dass man besser nicht näher kommen sollte. Außer uns nur wenige Andere, die sich die Robben ansehen wollten, kein Eintritt, keine Zäune, einfach nichts, nur das Meer, die Felsen und die Robben. Toll, wir haben Stunden zugesehen.

Wie ich solche Verkehrsschilder liebe!
Pelzrobben am Cape Palliser
Einfach nur müd!
Küste am Cape Palliser
Den Kleinen hinter mir waren die 5 Meter Sicherheitsabstand ziemlich egal
Robben unter sich
Häh... ist da wer?
Eh... keinen Schritt näher!
Manche nehmen es gelassener.
Da es dann anfing zu regnen wollten wir die Nacht hier verbringen um am nächsten Morgen nochmal nach den Robben zu schauen. Im dem letzten Örtchen vor dem Cape konnte man auf einer Wiese direkt am Ufer frei campen. Endlich ein Gefühl von Freiheit in NZL. Dixi direkt ans Meer gestellt, Vorhänge auf und ins Bett gelegt. One Million Dollar View heißt das unter Immobilienmaklern ;-).

One million dollar view.
Am nächsten Morgen sind wir früh auf um zu den Robben zu kommen. Da das Licht zunächst nicht so wollte, haben wir direkt unter dem Leuchtturm den Gasherd angeschmissen und erst mal lecker gefrühstückt. Danach kam die Sonne durch und wir hatten noch ein paar schöne Stunden bei den Robben.

Frühstück unterm Leuchtturm
Platz mit Aussicht
Nachwuchs im Kinderpool
Dann ging es Richtung Wellington.  Neuseelands Hauptstadt hat ihrem Spitznamen windy Wellington in den nächsten beiden Tagen alle Ehre gemacht. Besonders Nachts hat der stürmische Wind dermaßen an Dixi gezerrt, dass wir fast seekrank von dem Geschüttel geworden sind. Um zentral zu sein und nicht mit dem Camper einen Parkplatz in der City suchen zu müssen hatten wir den Harbour Carpark angefahren, eigentlich nur ein Parkplatz mit ein Paar Duschen und Toilette, dafür aber super zentral direkt am Hafen neben der Anlegestelle unserer Fähre. Die beiden Nächte waren entsprechend laut, aber was solls, dafür waren wir zufuß sofort in der Innenstadt und am Hafengelände. Wellington ist eine coole kleine Stadt mit einer lustigen Bar und Restaurantszene.

Windy Wellington
City Wellington
Wellington Hafen


Diese haben wir 2 Tage genossen und auch das Nationalmuseum Te Papa besucht.

Nach 2 Tagen Wellington hieß es dann Abschied nehmen von der Nordinsel. Um 7.00 Uhr früh ging unsere Fähre. Ein ganz schön großer Pott und es war ein bißchen abenteuerlich Dixi mit den ganzen riesigen LKW zusammen im Unterdeck zu verstauen.

Von der Überfahrt und unseren ersten Eindrücken von der Südinsel dann im nächsten Blogbeitrag.

Viele Grüße

DölLi & DölLine

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