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Unsere Route

Freitag, 28. März 2014

Fjordland Abenteuer

Zunächst erstmal vielen Dank für all die netten Geburtstagsgrüße die mich über FB oder e-mail oder sms erreicht haben. Konnte sie erst heute abrufen und habe mich sehr gefreut. DANKE!

Warum ich erst heute wieder online bin hat natürlich seinen Grund. Zum Geburtstag hatten wir uns etwas besonderes vorgenommenen,  2 Tage mit dem Kajak durch den Doubtful Sound im Fjordland Neuseelands.

Aber erstmal ging es nach Queenstown, dem Outdoormekka und Tor zu den großen Fjorden im äußersten Südwesten der Südinsel. Ein ganz schöner Trubel der hier von den ganzen Touranbietern inszeniert wird. Ein paar Hippietrommler am Seeufer, Kneipen und Geschäfte und einen leckeren Fergburger, den man in ganz NL kennt und man uns schon auf der Nordinsel gesagt hatte, wenn wir in Queenstown sind, müssen wir einen Fergburger essen. Gesagt,getan.

Hafen Queenstown

Und dann ging es zu den Fjorden. Von Te Anau führt eine Stichstraße, als einzige Straße direkt bis an einen der Fjorde, den Milford Sound. Der Milford Sound ist daher auch das Standardziel für die Besucher der Fjorde, da durch die Straße jetzt auch die Busse direkt an den Sound fahren können. Wir wollten uns den Milford Sound dennoch nicht entgehen lassen und hatten zwei Tage vorher über Internet eine Bootstour für den 25.3 gebucht. Da diese um 10.00 Uhr startete und die Fahrt an den Sound mehr als 3 Stunden dauert, sind wir schon am 24.3. Nachmittags bei strömenden Regen zum Fjord gefahren.

Schon die Fahrt durch den Fjordland Nationalpark war absolut beeindruckend. Endlich mal kein Farmland, die Berge wurden immer höher und wegen des starken Regen kamen hunderte Wasserfälle von den Wänden herab. Trotz oder vielleicht sogar wegen dem schlechten Wetter ein tolles Erlebnis.

Unterwegs zum Milford Sound.  Hundert Wasserfälle kommen von den Bergen.
Angekommen am Milford Sound stellten wir Dixi direkt an den Rand des Wassers auf einen Parkplatz. Als der Regen für ein paar Minuten aufhörte kam die Abendsonne mit ein paar Lichtstrahlen durch. Eine mystische Stimmung am Sound.

Mystic Milford Sound
Als die letzten Tagesausflügler abgefahren waren, blieb außer uns nur ein weiterer großer etwas herunter gekommener Campervan auf dem Parkplatz zurück. Als DölLine eine weitere Regenpause, es war schon dunkel, dazu nutzen wollte zur Toilette zu gehen und über den Parkplatz lief, kam eine Gestalt aus dem anderen Camper und rief ihr etwas zu. DölLine verstand nicht alles, dachte zunächst es wäre ein Deutscher, der ihr zurief, ob Sie auf den Pott gehen würde. Etwas irritiert fragte Sie nach, und siehe da, der Rufer war kein Deutscher der wissen wollte ob Sie auf den Pott geht, sondern der Neuseeländer Rick, der nachfragte, ob wir mit ihm Pot rauchen wollten .... ;-) War ein lustiger Abend.

Der nächste Morgen war voller Farben. Nein, nicht was ihr denkt, ... die Sonne schien!

Die Tour auf dem Milford Sound hielt was sie versprach, beeindruckende Landschaft, Delfine, Robben, Wasserfälle.

Unser Boot für die Milford Tour
Milford Sound
Regenbogenwasserfälle
Robben im Milford
Durch den Fjord
Blauer Himmel über dem Sound
Allerdings sind wegen der großen Zahl der Besucher auch einige Boote auf dem Wasser. Abgeschiedenheit sieht jedenfalls anders aus.

Unsere Hoffnung lag nun auf unsere Kajaktour am Doubtful Sound. Diese gestaltete sich schon sehr abenteuerlich als es um den Treffpunkt zur Abholung ging. Denn auf der Buchungsbestätigung stand " Information Center Te Anau". Davon gab es 3 mit dieser Bezeichnung. 2 Anrufe und 3 weitere Befragungen später wußten wir dann endlich, dass wir uns um 6.15 Uhr beim "Conservation Information Center Te Anau" treffen. Dort trafen wir auch gleich am dunklen Parkplatz 2 deutsche Jungs, die seit 5 Monaten "work und travel" durch Neuseeland machen. Jan und Jan-Hendrik.

Außer den Beiden waren noch Hanna aus Homburg, Tim aus London und das französische Pärchen Boris und Serafine mit von der Partie. Angeführt wurde die 8ter Truppe von Nicole unserem Kiwi-Guide.

Wir hatten den Doubtful Sound für unsere Tour gewählt, weil er im Vergleich zum Milford Sound nur mit hohem Aufwand zu ereichen ist und diese Mühen und Kosten nur eher Wenige in Kauf nehmen. Eine goldrichtige Entscheidung! Zunächst eine halbe Stunde per Auto nach Manapouri, dann 1 Stunde mit dem Boot über den Lake Manapouri, um dann von der Anlegestelle mit einem Shuttle des Veranstalters über eine Straße, die nur als Versorgungsstrasse für ein abgelegenes Wasserkraftwerk gebaut wurde, über einen Bergkamm. Und von dort oben sahen wir ihn dann schon, den Doubtful Sound.

Da liegt er, der Doubtful Sound
Dreimal so lang wie der Milford Sound, sich in mehrere Teilarme verzweigend, liegt er in völlig unberührter Natur. Sein mystischer Anblick ließ selbst den Entdecker Thomas Cook beim ersten Anblick zweifeln (daher doubtful), ob er mit seinem Schiff wieder herausfinden würde. Er wagte daher die Einfahrt nicht und sah den Sound nur von der Landseite so wie wir jetzt.

Das war also unser Abenteuerspielplatz fur die nächsten 2 Tage.

Zunächst bekamen wir mal unsere umfangreiche Ausrüstung für die nächsten 2 Tage und mussten die Boote zum Wasser tragen. Dann hieß es rein in die Kajakklamotten, Zelte und Ausrüstung in den Booten verstauen, eine kurze Sicherheitseinweisung durch Nicole und dann ab in die Boote!

Gleich geht es los. Schick gell?
Das Wasser im Sound war spiegelglatt, Nebel zogen durch den Sound und tauchten das Ganze in eine mystische Atmosphäre. Hier regnet es 240 Tage im Jahr,  so dass wir froh waren, dass es bei uns nur ab und zu leicht fieselte. Mit dem Kajak kamen wir gut zurecht und so genossen wir die unvergleichliche Wildnis auf und am Fjord. Wir legten an diesem Tag über 20 Kilometer zurück und landeten am Abend in einer kleinen Bucht an, um dort unser Lager für die Nacht aufzustellen. Die unsäglichen Sandfliegen und die Müdigkeit trieben uns recht schnell ins Zelt.

Auf geht's, in den Nebel
Zwei auf dem Doubtful Sound
anlanden zur Mittagspause
Weiter geht's
Großartiges Erlebnis
Am nächsten Morgen wurde um 6 Uhr geweckt und nach einem kurzen Frühstück hieß es wieder fertig machen für die Boote. Es wurde hell und da konnten wir schon sehen,  dass wir an diesem Tag das seltene Glück hatten einen wolkenlosen Himmel über den Doubtful Sound begrüßen zu dürfen.
Ein seltenes Bild. Blauer Himmel über dem Doubtful Sound
DölLine gibt Gas
Durch den Doubtful Sound
Geschafft!
Als Höhepunkt des Tages zog eine große Gruppe von Delfinen direkt an unseren Kajaks vorbei. Ein Wahnsinnserlebnis diesen Tieren quasi auf Augenhöhe zu begegnen, wenn man in der Stille des Sounds schon bei der Annäherung der Tiere ihr lautes Ausstoßen ihrer Atemluft vernehmen kann. Gegen Mittag ging unser Abenteuer dann leider zu Ende. Wir können Jedem, der nach Neuseeland kommt aber nur empfehlen eine solche Kajaktour auf dem Doubtful Sound zu unternehmen. Einfach toll!
Außerdem wusste ich am Ende warum wir Deutschen in Europa die Karre für alle Anderen immer wieder aus dem Dreck ziehen...

Aber dazu schreibe ich einen extra Post.

Gruß DölLi + DölLine

1 Kommentar:

  1. Hallo Ihr Zwei,
    wir freuen uns immer was neues von euch zu Lesen und es freut uns, dass die Sonne für euch gescheint hat. Dass ist auf der Südinsel schon richtiges Glück!
    Genießt jeden Tag!!
    Liebe Grüsse
    Tanja & Armin

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