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Samstag, 1. März 2014

City of Sails - Auckland


Nun sind wir also in Neuseeland angekommen. Das ganze begann leider mit einem Verlust, dem Verlust eines Tages, nämlich des 26. Februar 2014. Der Kalender zeigt mir, dass ich diesen Tag erlebt haben muss, tatsächlich haben wir ihn aber irgendwo über dem Pazifik verloren. Gestartet am 25. Feb. in Santiago, 12 Stunden Flug, gelandet in Auckland am 27. Feb. Ich bin also in 12 Stunden kalendermäßig 2 Tage älter geworden. Frechheit! In meinem Alter kann ich mir den leichtsinnigen Verlust von Tagen eigentlich nicht mehr leisten. Das Leben schuldet mir jetzt also einen Tag. Mal sehen, wann sich dieser Schuldschein einlösen lässt.

Jetzt aber zu Neuseeland.

Also, ich weiß aber gar nicht ob ich es schreiben soll. Man kennt das ja, wenn etwas zu bekannt und beliebt wird, dann kommt der große "Run" und nach kurzer Zeit hat es sich totgelaufen, wird beliebig und verliert seine Einzigartigkeit. Aber ich kann nicht anders:

NEUSEELAND ROCKS !!!

Wir sind ja jetzt erst 4 Tage hier und kennen bisher nur die Hauptstadt Auckland, aber dieses Land lässt einem von der ersten Sekunde an und mit jeder Minute die man hier verbringt mehr erkennen, da kann Deutschland nicht mithalten.  Und zwar in keiner Disziplin.
Darüber könnte man jetzt Stunden referieren und unzählige Beispiele finden: Infrastruktur, Sauberkeit, Sicherheit, Hippness, Coolness, Style, Dienstleistungsqualität, Lebens- und Freizeitwert, Natur und natürlich Mentalität der Einwohner.

Mein Tip: Hinfahren, sehen, staunen und erkennen, dass jeder in D. bezahlte Steuer€ "Perlen vor die Säue" geworfen ist, denn man bekommt dafür keinen staatlichen Gegenwert, der auch nur im Entferntesten an das heranreicht, was man hier, als "Kiwi" bekäme.

Nur eine kleine Anekdote: Unser Taxifahrer, der uns vom Flughafen zum Hotel brachte und mit dem wir ein bißchen plauderten, erzählte uns, dass er sein mobiles Navigationsgerät im Auto immer hängen lässt, egal wo er das Auto abstellt, er hat keine Angst, dass es geklaut wird. Er hätte einen Verwandten, der seit 15 Jahren in Speyer lebt, der hätte ihm erzählt in D ginge das nicht, dass wäre sofort geklaut. Warum das denn so wäre? Ja, warum ist das so?

Ja Ok, die Lebensmittel sind teurer als in D. Allerdings würde ein Neuseeländer, der erstmals eine deutsche Discounterfiliale betritt wohl schnell zu der Auffassung gelangen, er wäre in einer Handlung für Tierfuttermittel gelandet. Auf die Idee hier Lebensmittel für sich und seine Familie zu kaufen, darauf käme er wohl nicht.

Das fast alle Kiwis den Eindruck machen als hätten sie Coolness, Lässigkeit und Freundlichkeit bereits mit der Muttermilch injiziert bekommen, ohne auch nur eine Sekunde in die dummdämliche US-Freundlichkeitskomödie abzugleiten macht den Aufenthalt hier sehr entspannt.

So jetzt genug der Vorschusslorbeeren,  wie ist es uns also die letzten Tage so ergangen.

Einquartiert haben wir uns im Skycity Hotel, welchem praktischer Weise eine der größten Attraktionen der Stadt gleich angeschlossen ist. Nämlich der Skytower, mit 328 Metern Höhe das höchste Gebäude Neuseelands. Da sind wir dann gleich mal auf 220 Metern hochgefahren und haben die Aussicht auf die Stadt, das Meer und die vorgelagerten Inseln sehr genossen.

Blick vom Skytower von 220m auf Auckland und den Hauraki Gulf

Blivk auf die Harbourbridge
Cooler Job
Und weil es so schön war, sind wir Abends gleich noch mal rauf
Dabei sind uns ein paar orange gekleidete Männchen aufgefallen, die 20 Meter unter uns auf einem nur 1 Meter breitem Gitterrost-Ring, ohne Geländer um den Turm herumliefen und andere blau gekleidete Männchen, die von dieser Plattform den großen Sprung wagten.

Das Ganze nennt sich "Skywalk" oder " Skyjump" und gehört zu den Höhepunkten für Adrenalinjunkies in Neuseeland.

Gerne hätte ich mich euch auch in heldenhafter Pose auf dem Gitterrost-Ring präsentiert. Allerdings war abzusehen, dass die einzige Pose auf diesem Gitterrost-Ring meinerseits so aussehen würde,  dass ich mich bäuchlinks, liegend mit Armen und Beinen um den Ring klammernd und mit Tränen über einem zu einer grauenhaften Grimasse verzogenem Gesicht präsentieren würde.

Also bleibt die heldenhafte Pose allein DölLine vorbehalten, die sich zusammen mit der psychotischen Australierin Victoria, die sich nach eigenen Angaben überall runterstürzt, um Angst zu empfinden, diese aber nie spürt und dem bedauernswerten Koreaner Jing Jung, dem sein autoritärer Vater diese Tour zur Mannwerdung zwangsverschrieben hat, todesmutig der Schwerkraft entgegengestellt hat.

Achtung! Das Betrachten der nachfolgenden Bilder erfordert absolute Schwindelfreiheit!!!!! 192 Meter!





Und da ich ja zu dieser Zeit nichts zu tun hatte, bin ich 1km weit in einen kleinen Park auf einem Hügel in der Stadt gelaufen und hab Sonja mal aus der Ferne fotografiert.

Da hängt Sie!

Und wer mal ein bißchen mitfühlen will, der schaut sich das ganze auf dem nachfolgende Video an. Viel Spaß.


Damit ihr seht wie das Türmchen so von weitem betrachtet aussieht, mal ein paar Fotos von der Skyline Aucklands.

Skyline Auckland
Historischer Leuchtturm im Hauraki Gulf
Auf Hafentour
Diese Aussichten haben wir vom Boot aus bei einer Rundfahrt durch die Hafenbucht von Auckland und zu den vorgelagerten Inseln im Hauraki Gulf genossen.

Überhaupt das Wasser! Nicht umsonst wird Auckland als City of Sails bezeichnet. Und es ist wohl in der Tat einzigartig in welcher Nähe und Harmonie hier grosstädtisches Leben und Flair mit einzigartiger Natur und besten Wassersport-Möglichkeiten, insbesondere zum Segeln, zusammenfallen.

Segler vor Auckland
Am nächsten Tag sind wir gleich morgens mit der Fähre über den Hauraki Gulf nach Devonport, einer der vorgelagerten Inseln, gefahren. Die ganze Insel wirkt wie ein lebendiges Museum aus viktorianischer Zeit. Fast alle Häuser sind in diesen viktorianischen Stil erbaut und dienen heute Aucklands Upperclass als stylisches Wohnambiente. Es gibt nette kleine Cafes und Geschäfte,  aber auch tolle Strände,  die zu unserer großen Überraschung,  trotz unmittelbarer Nähe zur Großstadt Auckland, absolut sauber und keineswegs überlaufen sind. Ein schöner Platz zum Verweilen mit toller Aussicht auf hunderte Segelboote und die Skyline von Auckland.
Devonport
Strandläuferin am Northshore Devonport
strandlaufen machen dort noch andere - Skua
Seestern
Victorianisches Häuschen in Devonport
Auckland ist wirklich eine sehr schöne Stadt, in der sich alt und neu gut miteinander verbinden. Heute Abend haben wir ein Bierchen in der Vulcanstreet geschlürft und sind dann noch mal zum Hafen.
Häuser in Auckland's Queenstreet
Skyline und Hafen bei Nacht
Morgen haben wir noch einen Tag in Auckland, dann heisst es den Camper übernehmen und raus aus der Stadt, wieder "on the road", wenn man Morgens nicht weis, wo man Abends sein wird. Darauf freuen wir uns, und vor allem auf ein großartiges Land.

Wir werden berichten.

Viele Grüße,

DölLi & DölLine


Kommentare:

  1. Hallo Ihr Beiden, dass sind ja wieder tolle Bilder ! Und Sonja: Unseren allergrößten Respekt - das ist echt mutig !! Ihr wisst ja sicherlich noch, dass unsere Bekannten aus Rönshausen vor einigen Jahren nach Neuseeland ausgewandert sind. die kannten das Land vorher ja nur von Google-Earth und beschrieben damals vom ersten Tag Ihrer Auswanderung die Schönheit dieses Landes. Wir haben damals diese Schwärmereien auch für eine Art Selbstermutigung gehalten. Aber offensichtlich scheint es ja wirklich so schön zu sein! Es gibt übrigens eine kleine Neuigkeit: Ich werde das erste mal Onkel - meine Schwester bekommt Nachwuchs ! ;-). Ansonsten alles beim Alten. Schade nur, dass wir uns morgen nicht wie gewohnt zum Rosenmontagszug verabreden können :-(((. Habt viel Spaß auf Eurer weiteren Reise, berichtet zeitig und passt gut auf Euch auf ! Liebe Grüße aus der Rhön, Timo, Jeanette Tim und Moritz

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  2. Hallo, Ihr 2 Huebschen!
    Wenn Ihr Euren Camper habt, fahrt mal kurz nach Freemantle - DAS ist eine Scene dort. Wunderschoene Cafes, Kneipen, Musik-Scene... herrlich!
    Papa

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