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Unsere Route

Dienstag, 25. Februar 2014

Bienvenidos Santiago

Wir stehen kurz vor dem großen Hopp über den Pazifik und lassen Südamerika mit ein paar Tagen in Santiago de Chile ausklingen. Unseren treuen Hillux haben wir nach exakt 8013 km durch Patagonien ohne einen Kratzer wieder übergeben. In Anbetracht der Tatsache, das davon wohl 75% Schotterpiste waren, grenzt das schon an ein Wunder. Das ist wohl auch der Grund warum die Autovermieter ihre neuen Autos für solche Überführungsfahrten wie die unsrige gerne an Deutsche vermieten. Es liegt uns einfach im Blut auf unsere Autos gut aufzupassen.

Seit 2 Tagen sind wir nun in Santiago unterwegs und uns gefällt die Stadt. Die Stadt hat im Vergleich zu Buenos Aires sehr viel mehr schöne alte Gebäude und ist, soweit das eine südamerikanische Metropole überhaupt sein kann, sehr sauber. Das liegt an einer Herrscharr an Stadtbediensteden, die pausenlos mit Besen und Schippe unterwegs sind um die Straßen und Plätze zu säubern. Eine deutsche Kommune, die eine vergleichbare Anzahl an Straßenkehrern beschäftigen würde, müsste an nächsten Tag unter den Finanzrettungsschirm um die Insolvenz zu vermeiden.

Regierungssitz
Eines von vielen anderen schönen Gebäuden
Wir sind am Sonntag in Santiago angekommen und haben uns gleich aufgemacht die Stadt zu erkunden. Dabei sind wir gleich zwei Gestalten in die Hände gelaufen, die sich als Studenten ausgaben, der eine angeblich Tiermedizin, die andere Jura, uns die Geschichte vom teuren Studium in Chile erzählten und um eine kleine Spende zur Unterstützung finanzschwacher Studenten baten ;-). Die 2 waren aber nett, also haben wir unseren Obulus entrichtet und dabei von den beiden noch einen Tip erhalten, der ein vielfaches unserer Spende wert war. Sie erzählten uns nämlich, dass Sonntags in Santiago alle Museen eintrittsfrei zu besuchen sind. Schöne Einrichtung! Und da ja gerade Sonntag war, sind wir zunächst ins Museo de Bella Artes und dann noch ins Nationalmuseum.
Ersteres war toll, in einem riesigen Jugendstilgebäude mit verschiedenen aktuellen Ausstellungen und Kunstinstallationen. Die fliegenden Hunde haben mir besonders gut gefallen. Im Kellergeschoss liefen Bauhaus-Kunstfilme, aber dass war dann doch nur für wenige Minuten zu ertragen.

Flying Dogs
Das Ausstellungsstück in der Mitte hab ich wieder mitgenommen. 
Who let the Dogs out? 
Gefallener Engel
Raul Miranda fotografiert gerne schöne Männer:
Der ist für euch, Mädels. 
Mitten in Santiago liegt auch der Cerro St. Lucia. Ein Steinhügel, der recht romantisch mit altem Gemeuer, vielen Statuen und Brunnen bebaut ist und von dessen Spitze man einen schönen Rundumblick über die ganze Stadt hat. Das Bergpanorama hinter der Stadt lag leider im Dunst, also kein Postkartenmotiv.  Da die Chilenen nicht wie bei uns schon mit 18 Jahren mit Freund oder Freundin zusammen eine eigene Wohnung beziehen, sondern in der Regel länger bei der Familie bleiben, wird das romantische Plätzchen St. Lucia am Sonntag-Nachmittag offenbar gerne von Pärchen genutzt, um hier ein bißchen rumzuknutschen. Haben wir einfach mitgemacht :-)

Romantisches St. Lucia


Gegessen haben wir in einer der Schnellküchen auf dem riesigen Zentralmarkt in Santiago. Nicht so ein touristisches Überbleibsel, sondern echter Markt mit einer Grundfläche so groß wie die Fuldaer Innenstadt, mit eigenen Hallen für Fisch, Fleisch, Grünzeug usw. War lecker und unsere deutschen Mägen haben es trotz einiger Zweifel bestens verkraftet.

DölLi & DölLine beim Marktbummel
Fischmarkt
Heute sind wir durchs Studenten- und Künstlerviertel Bella Vista geschlendert. Und da wir von Buenos Aires ja noch so auf Streetart fixiert waren, haben wir hier gleich weiter gemacht. Hat sich gelohnt.

Blaue Trilogie



Jerry and Me



Und weil es hier so schön war und die tagsüber noch geschlossenen Musikkneipen einen lustigen Abend versprachen, haben wir uns am Abend gleich nochmal nach Bella Vista aufgemacht.

Von dort sind wir gerade zurück. Lecker chilenisch gegessen. Dabei wären wir fast Opfer unseres eigenen Wunsches geworden möglichst original chilenisch essen zu wollen. Einer Empfehlung unseres Hotel folgend haben wir ein solches Restaurant auch gefunden, das war so chilenisch, dass die Karten auch nur in spanisch waren, ohne jegliche Übersetzung ins Englische. Es fehlten auch die sonst üblichen südamerikanischen Klassiker "bife" und "cordero" auf der Karte. Es sollte ja chilenisch sein, aber gleich sooooo chilenisch? DölLine wollte in ihrer Verzweiflung schon auf Empenadas ausweichen, da entdeckte ich zwei bekannte Worte in einer Zeile: "pollo" und "ajo", musste sich also um Knoblauchhühnchen handeln. DölLine war von meiner Erkenntnis wenig begeistert. Dem Kellner schien zwischenzeitlich unsere Verzweiflung aufgefallen zu sein und er kramte irgendwoher noch eine englische Karte. Der Abend war gerettet. DölLine studierte weitere 20 min. die Karte und bestellte dann ... Knoblauchhühnchen!

Frauen!

War aber lecker.

Und morgen Abend gehts dann nach Neuseeland. Adios Chile, Adios Patagonien,  es hat uns gut gefallen.

Gruß DölLi & DölLine

Kommentare:

  1. Hey ihr beiden,
    wahnsinnig, Südamerika verlasst ihr in Kürze...mit richtig Hammer-Impressionen.
    Für eure nächste Etappe wünsche ich euch auch eine tolle Zeit und ich bin schon ganz gespannt, was alles kommt.
    Nicht alles verraten, aber ordentlich ausarbeiten - dann kann ich meine Reise planen und eine liebe Kollegin holt sich noch mehr Hunger :-)
    Caro

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  2. Bringt ihr mir das "lecker Kerlchen" von oben mit? Alternativ nehm ich auch einen hübschen "Kiwi"...Da gibts doch bestimmt reichlich Auswahl... Ich wünsch euch viele unvergessliche Eindrücke! Die Bilder sind schon mal super und machen Lust auf mehr!
    Lena

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