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Unsere Route

Montag, 3. Februar 2014

am Mount Fitz Roy

Die Zeit in El Chalten geht leider schon wieder zu Ende. Heute genießen wir noch eine Nacht im Destino Sur. Bei dieser Gelegenheit muss ich mal über eine eigenartig Feststellung berichten. Wenn man mich jetzt nach einem Monat Patagonien fragt, welcher Moment auf dieser Reise die größten Glücksgefühle verursacht hat,  dann kommen natürlich viele fantastische Momente in Betracht, aber alle werden sie geschlagen von den Momenten, wenn man nach 3-4 Tagen Camping erstmals wieder in einem richtigen Bad steht, die Dusche aufdreht und warmes Wasser raus kommt ! Jetzt könnte man meinen, wozu die ganze Reiserei, wenn man die schönsten Sachen jeden Tag zu Hause haben kann. Und das ist das Perverse, man muss reisen, bei Kälte und Wind Campen, sich notdürftig mit kaltem Wasser waschen um zu erkennen, wie geil eine warme Dusche sein kann.

Die letzten drei Tage haben wir entsprechend genossen, nicht nur Dusche, sondern such Sauna, Whirlpool usw. ausgiebig genutzt. Aber nicht das Ihr denkt, wir hätten nur gefaulenzt. Dazu ist die Gegend rund um El Chalten viel zu aufregend.

Also haben wir die Trekkingschuhe geschürrt und uns am ersten Tag aufgemacht,  die Gletscherlagune des Cerro Torre zu erreichen. Eine mit 22km zwar recht lange, mit nur 350 Höhenmetern aber recht einfache Tour. Ziel ist eine kleine Gletscherlagune in die der Gletscher des 3300 Meter hohen Cerro Torre kalbt.

Auf dem Weg zum Cerro Torre

Ziel erreicht,  die Laguna Torre
Am nächsten Tag haben wir uns dann auf die Königsetappe gewagt und die 800 Höhenmeter zur Laguna los Tres in Angriff genommen,  der Gletscherlagune der Fitz Roy, davon 450 Höhenmeter auf die letzten 1,5km Wegstrecke, puuh, wss für eine Wand. Und zum Dank, zieht der feine Herr Fitz Roy, kaum haben wir die Wand gemeistert, seine Wolkenmütze auf und lässt es ein bisschen schneien. Danke :-(

Den Fitz Roy im Blick gehts los

Das Ziel rückt näher

Die Wand ist bezwungen, der Gipfel in Wolken :-(
Gestern haben wir dann wieder einen Gletscher by Boat Versuch unternommen. Wetter war nicht optimal, aber diesmal haben wir es geschafft, sind mit dem Boot über den Lago Viedma und haben an einem Eistrekking auf einem Gletscher des patagonischen südlichen Inlandseises teilgenommen. Apropos Wetter und Gletscher, habe ich mich doch bei einem egoistischen Tourigedanken ertappt. Die Gletscher gehen weltweit wegen des Klimawandel zurück und jeder denkt: "ach wie schade, der böse Klimawandel zerstört diese grandiosen Eisgebirge". Aber wenn man dann loszieht um einen Gletscher zu sehen, dann wünscht man sich Sonnenschein und 20°C. Ja toll, und wie passt das zusammen? Gar nicht! Wo Gletscher sind, gibt es viel Niederschlag und es ist kalt, basta! Sonst gäbe es nämlich keine Gletscher dort. Also so gesehen, hatten wir das richtige Wetter.

Die Gletscherwand des Viedma Gletscher

DölLine im Eistunnel

Erstbesteigung ;-)

Zwei im ewigen Eis
Heute geht es weiter nach Calafate.
Gruß DölLi & DölLine

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